26.08.2008 | KommentareKeine Kommentare

Gendefekt erhöht Allergierisiko

Menschen mit einem bestimmten Gendefekt in den Hautzellen haben offenbar ein deutlich erhöhtes Risiko, an Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma zu erkranken.

Das haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums München und der Technischen Universität München nachgewiesen. Sie hatten für ihre groß angelegte Studie 3000 Schulkinder untersucht.

Der Gendefekt führt zu einem Mangel des Eiweißstoffes Filaggrin, einem wichtigen Bestandteil der schützenden Hautbarriere. Es ist an der ordnungsgemäßen Verhornung der Haut beteiligt. Etwa acht Prozent der Deutschen sind davon betroffen. Dadurch steigert sich ihr Erkrankungsrisiko für Neurodermitis um mehr als das Dreifache und gleichzeitig erhöht sich ihr Heuschnupfen- und Asthmarisiko. Auch Kontaktallergien können häufiger auftreten, insbesondere gegen das häufig in Modeschmuck enthaltene Nickel. Die Forscher hoffen nun auf die Entwicklung von Cremes, die die Filaggrin-Produktion erhöhen oder auf andere Weise dessen Funktion ersetzen könnten.

Foto: photocase
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