Alles auf Alarm
Medizin-Know-how: Wie Stress dem Körper schadet.
Unsere Vorfahren gerieten unter Stress, wenn Gefahr drohte - der Körper machte sich bereit, blitzschnell zu fliehen oder zu kämpfen. Mit den gleichen Symptomen reagiert der Körper heute auf Hektik und Leistungsdruck. Nur mit dem Unterschied, dass uns diese Alarmbereitschaft im Büro meistens nicht viel hilft. Hält der Stress an, kann der Daueralarm sogar krank machen. Hoher Blutdruck und Verspannungen sind häufig die ersten Warnzeichen. Was genau im Körper passiert, erfahren Sie auf dieser Seite.
GEHIRN
Es aktiviert als zentrales Nervensystem alle Organe des Körpers. Das Gehirn selbst wird bei Stress hellwach: Die Denkleistung und die Entscheidungsgeschwindigkeit erhöhen sich enorm.
MUND & AUGEN
Der Speichelfluss verringert sich, unter Stress bleibt uns die Spucke weg! Die Pupillen weiten sich, um mehr Licht durchzulassen. Eventuell sieht man sogar kurzfristig verschwommen.
NEBENNIEREN
Sie setzen das Stresshormon Adrenalin frei. Zeitgleich schüttet das zentrale Nervensystem Noradrenalin aus. Beide Stoffe verteilen sich blitzschnell im Körper. Sie sorgen für eine schnelle Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Außerdem produziert die Nebenniere auch Kortisol. Es mobilisiert Zucker- und Fettreserven und senkt die Schmerzempfindlichkeit. Gleichzeitig beschleunigt es die Blutgerinnung falls es bei einem Kampf Wunden geben sollte.
HERZ
Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Das Blut wird vor allem in die Muskulatur und wichtige innere Organe wie Niere, Lunge und Herz gelenkt. Oberflächliche Verletzungen bluten so weniger. Nebenwirkung: Hände und Füße werden kalt.
SCHWEISSDRÜSEN
Sie werden angeregt, um den Körper zu kühlen. Denn die Körpertemperatur steigt eventuell von durchschnittlich 36,5 Grad auf 37 Grad. Wir atmen schneller, und die Bronchien weiten sich. Dies kann zwar vorübergehend ein Gefühl von Atemnot verursachen, letztlich wird der Organismus so aber optimal mit Sauerstoff versorgt. Die Muskeln können Höchstarbeit leisten.
VERDAUUNG
Verdauung, Wachstum und Sexualtrieb, also Körperfunktionen, die für Flucht oder Kampf unwichtig sind, werden vom zentralen Nervensystem gedrosselt. Bei einigen Menschen kann es in akuten Stresssituationen allerdings auch zum gegenteiligen Effekt kommen sie leiden dann unter Harndrang und Durchfall.










