Inhalieren gegen Erkältung
Gesichtsdampfbäder sind heilsam bei Schnupfen, Heiserkeit und sogar Stirnhöhlenentzündung. Ganz nebenbei sorgen sie für einen rosigen Teint.
Wie bereite ich ein Gesichtsdampfbad?
Sie brauchen: eine Schüssel, etwa einen Liter kochendes Wasser, ein Handtuch und – falls gewünscht – einen Zusatz, etwa Heilkräuter, einen Balsam oder zwei bis drei Tropfen eines ätherischen Öls. Wasser ein wenig abkühlen lassen, in die Schüssel gießen, Gesicht (Augen zu!) darüberhalten und das Handtuch so über Kopf und Schultern legen, dass der Dampf nicht entweichen kann. Tief durch die Nase einatmen, dann kann der Dampf seine durchblutungsfördernde und schleimverdünnende Wirkung bis in Nasennebenhöhlen und Bronchien entfalten. Zehn Minuten ruhig ein- und ausatmen.
Für wen ist es geeignet?
Für jeden, der sich in warmen Räumen aufhält: Heizungsluft trocknet unsere Schleimhäute aus. Das Dampfbad beziehungsweise die Inhalation befeuchtet sie, sodass sie Keime viel besser abwehren können. Besonders hilfreich ist heißer Dampf für Verschnupfte und diejenigen mit Hang zur Nasennebenhöhlenentzündung. Wer regelmäßig inhaliert, hat gute Chancen, dass aus dem Schnupfen mal keine Sinusitis wird. Außerdem sind Dampfbäder ideal bei Hautunreinheiten. Sie lösen Fett und Hautschüppchen, durchbluten die Haut und machen sie aufnahmebereit für Wirkstoffe in Cremes.
Wie oft soll ich es machen?
Bei Atemwegsproblemen zweimal täglich, bei unreiner Haut etwa einmal pro Woche. Ansonsten nach Lust und Laune, der heiße Dampf tut einfach gut.
Gibt es Nebenwirkungen?
Auf Dauer wird der Haut viel Fett entzogen, also tüchtig cremen. Zusätze mit Menthol oder Kampfer sind manchmal unangenehm scharf. Kinder sollten beides nicht einatmen, sie könnten darauf zum Beispiel mit Krämpfen reagieren.
Kann man auch fertige Präparate kaufen?
Ja, vor allem Balsame oder Salben, die auch zum Einreiben der Brust gedacht sind, und verschiedene ätherischen Öle wie Pfefferminze oder Eukalyptus enthalten. Wer’s sanfter will, nimmt fertigen Kamillenextrakt aus dem Fläschchen.
Die 5 wichtigsten ätherischen Öle
Eukalyptus
Das Öl aus dem Eukalyptusbaum macht wach und frisch, es fördert die Durchblutung und den Abfluss von Sekret. Außerdem wirkt es keimtötend.
Anis
Anisöle hemmen auch das Wachstum von Bakterien und lösen Schleim, vor allem in den Bronchien. Sie sind dabei ganz mild und riechen süßlich-würzig.
Kamille
Ein Klassiker für schöne Haut, aber ebenso gut bei Erkältung: Kamille beruhigt die Schleimhäute. Tipp: Eine Tasse Tee wirkt wie eine Mini-Inhalation.
Pfefferminze
Menthol gibt der Pflanze den charakteristisch frischen Duft. Pfefferminze und die verwandte Minze lösen den Schleim und erleichtern das Atmen.
Thymian
Hilft gegen Husten: Thymianöl löst Bronchialschleim und lindert den Hustenreiz. Außerdem wirkt es leicht desinfizierend.










