Baby an Bord
Werdende Mütter haben es nicht leicht: Am Bauch bilden sich Schwangerschaftsstreifen, die Enge im Körper führt zu Kurzatmigkeit, viele Frauen werden schneller müde. Aber das ist noch längst nicht alles: Während der etwa 40 Wochen dauernden Schwangerschaft verändert sich der weibliche Körper von Kopf bis Fuß.
GEHIRN
Das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) und das Stillhormon Prolaktin sind schuld am Phänomen der Schwangerschaftsdemenz. Sie beeinträchtigen Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen der werdenden und später der stillenden Mutter. Laut einer Studie aus Kanada machen übrigens ungeborene Mädchen vergesslicher als männliche Embryonen. Die gute Nachricht: Nach der Entbindung und der Stillzeit kehrt die geistige Fitness schnell und vollständig zurück.
HERZ
Herz und Kreislauf werden in der Schwangerschaft stark belastet: Das Blutvolumen steigt nach und nach auf 6 bis 7 Liter an. Das Herz schlägt schneller und befördert so immer mehr Blut. Im letzten Schwangerschaftsdrittel pumpt es zwei Liter mehr durch den Körper. Bei vielen Frauen steigt dann
auch der Blutdruck an. All das sichert die ausreichende Versorgung der Plazenta und damit das gesunde Wachstum des Kindes.
HAARE
Viele Schwangere freuen sich über mehr Volumen in der Frisur, die Haare sind dichter als
sonst. Grund ist ihre verlängerte Ruheperiode, sie fallen nach der Wachstumsphase nicht so schnell aus. Nachteil: Weil die Haare dadurch älter werden, wirken sie eventuell trocken und spröde. Da hilft gute Pflege mit Conditioner und Kuren.
HAUT
Die Haut bräunt schneller und bekommt leichter Pigmentflecken. Meist an Stellen, die ohnehin dunkler sind – wie Achselhöhlen, Brustwarzenhöfe und Muttermale. Im Gesicht treten die Flecken als „Schwangerschaftsmaske“ um die Augen auf. Vom Nabel aus bildet sich oft eine dunkle Linie nach unten (die Linea nigra).
BEINE
Hormone machen Muskeln, Bänder und Bindegewebe weich – was die Gefahr erhöht, umzuknicken. Außerdem lagert der Körper etwa 2 Liter Wasser ein, um den späteren Blut- und Flüssigkeitsverlust während der Geburt auszugleichen. Das lässt die Beine anschwellen. Zudem staut sich Blut in den Beinvenen, da das Gewicht der Gebärmutter den Abfluss erschwert – es drohen Krampfadern. Deshalb sollten Schwangere langes Stehen oder Sitzen vermeiden und die Beine oft hochlegen.
HÜFTE
An Hüfte, Bauch, Oberschenkeln und Po bilden sich Fettdepots. Durchschnittlich nehmen werdende Mütter etwa 13 Kilo zu. Davon entfallen ungefähr 3 bis 4 Kilo auf die neuen Fettpolster – sie dienen dem Körper als Energiereserven für die folgende Stillzeit. Es ist übrigens ein Ammenmärchen, dass man an der Art der
Gewichtszunahme – breitere Hüften oder dickerer Bauch – erkennen könne, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge ist.










