21.05.2009 | KommentareKeine Kommentare

Putzteufelchen - wie viel Chemie muss sein?

Wir wollten von der Verbraucherzentrale wissen, wo man wenigstens beim Putzen auf sanfte Mittel umsteigen kann.

healthy living: Muss meine Küche wirklich keimfrei sein?
Barbara Heidemann: Nein. Das wird den Leuten in der Werbung zwar suggeriert, und folglich gibt es jeden Reiniger, ja sogar Zahnpasta mit integriertem Desinfektionsmittel. Dabei ist das sehr schädlich! Der Bakterienhemmer Triclosan beispielsweise kann bewirken, dass Antibiotika bei uns nicht mehr anschlagen.

healthy living:
Wo sind kraftvolle Mittel sinnvoll?
Heidemann: Bei Fettrückständen auf Schränken hilft kein normales Spülmittel. Weil der Fettfilm aber ungesunde Mengen an Staub anzieht, darf man hier einen Fettlöser mit Tensiden oder auch Alkohol verwenden. Aber bitte: Lösungsmittel wie zum Beispiel Aceton vermeiden, Handschuhe tragen und keine Kinder in die Küche lassen.

healthy living: Welche Spezialreiniger sind unbedenklich?
Heidemann: Je spezieller der Reiniger, desto mehr Schadstoffe enthält er. Für Fenster, Spüle und Herd reicht Spülmittel, für den Kühlschrank empfehle ich einen Schuss Essig, damit sich kein Schimmel bildet. Bei Kalk wirkt Zitronensäure, Essig greift die Oberfl ächen zu stark an.

healthy living: Was sollte man auf alle Fälle meiden?
Heidemann: Reiniger auf Chlorbasis, weil Chlorgase für den Menschen hochgradig giftig sind.

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