26.08.2009 | Kommentare2 Kommentare

Frauen sind die besseren Ärzte

Kein Klischee: Medizinerinnen behandeln Patienten effektiver als ihre männlichen Kollegen.

Trotz aller Gleichberechtigung: Frauen wird nachgesagt, sie seien viel einfühlsamer und kommunikativer als Männer. Wissenschaftliche Belege haben Hirnforscher dafür zwar noch nicht gefunden. In der medizinischen Praxis sind die angeblich typisch weiblichen Eigenschaften jedoch eindeutig zu beobachten – zum Wohle der Patienten. Gleich zwei aktuelle Studien zeigen, dass Ärztinnen ihren Job besser machen als ihre männlichen Kollegen. Am Uniklinikum des Saarlandes analysierte das Team um Dr. Magnus Baumhäkel die Daten von mehr als 1800 Patienten mit chronischer Herzschwäche. Das Ergebnis: Ärztinnen versorgten mehr Kranke mit den richtigen Mitteln und dosierten diese effektiver als männliche Mediziner. Sie bezogen die Patienten zudem eher in die Therapieentscheidungen ein und erreichten dadurch, dass die Pillen regelmäßiger eingenomen wurden. Forscher der Universitäten Bonn und Köln beobachteten Ähnliches, als sie Daten von mehr als 51 000 Diabetikern unter die Lupe nahmen, die von niedergelassenen Medizinern betreut wurden. „Es gibt Belege dafür, dass Ärztinnen sich eher vergewissern, ob das Gesagte angekommen ist“, erklärt Prof. Vera Regitz-Zagrosek von der Charité Berlin den Frauenvorsprung. „Männer neigen dazu, nach einem festen Schema vorzugehen und Patienten weniger ausreden zu lassen.“

Foto: iStockphoto
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13.03.2010 19:46 | Autorfrpeia

dazu kann ich nur sagen, dass ich ganz andere erfahrungen gemacht habe. nach 9 jahren hatte ich das glück, von einem männlichen frauenarzt behandelt zu werden. dieser untersuchte mich so gründlich, dass er die ursache meiner schmerzen beim gv fand. ich wurde operiert und alles ist seit dem fein. alle frauenärztinnen, die ich diesbezüglich vorher konsultierte, hauten mir dinge an den kopf wie “sie müssen sich entspannen”, “sie brauchen mal ein positives erlebnis” (haha!) usw usf. keine machte sich die mühe mal näher hinzuschauen oder anderweitige ursachenforschung zu betreiben. toooootal einfühlsam! seither würde ich zumindestens keine gynäkologIN mehr aufsuchen.

23.03.2010 22:43 | AutorOjosVerdes

Ich habe eine sehr schlechte Erfahrung mit einer Frauenärztin gemacht und mehrere sehr gute mit den männlichen Kollegen. Ich glaube auch, dass männliche Gynäkologen sehr viel einfühlsamer sind, weil sie den weiblichen Körper nicht nachempfinden können und somit mehr Rücksicht nehmen. Gynäkologinnen haben mich z.B. nie gefragt, ob es bei der Untersuchung weh tut oder dass ich Bescheid sagen soll, wenn es unangenehm wird. Im Gegenteil, von Frauen bin ich eher ruppiges Verhalten gewohnt. Warum- frage ich mich natürlich auch. Ist es der natürliche Instinkt der Konkurrenz, der da irgendwie nicht von der Professionalität ausgeschaltet wird? Das fehlende Verständnis für das gleiche Geschlecht, weil man selbst ja alles kennt und besser weiß? Die angeblich fehlende Rationalität bei Frauen allgemein? ;-)
Ärzte sollte man nicht nach Geschlecht beurteilen. Aber was die Frauenheilkunde angeht, vertraue ich bei meiner lieber Männern!

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