18.12.2009 | KommentareKeine Kommentare

Beauty Lexikon: Hyaluronsäure

Ab sofort machen wir Sie jeden Monat mit einem Beauty-Wirkstoff bekannt, der Haut oder Haar noch schöner machen soll

Was es ist: Hyaluronsäure ist ein Mucopolysaccharid, das im ganzen Körper vorkommt und dafür
zuständig ist, Feuchtigkeit zu binden.

Wer es entdeckte: 1934 wurde die Hyaluronsäure von dem deutschen Mediziner und Wissenschaftler Karl Meyer und seinem Assistenten John Palmer im Glaskörper des Rinderauges entdeckt. 1942 meldete der Forscher Dr. Endre Balazs sie als Eiweißersatz für Backwaren zum Patent an.

Wo es herkommt: Heute weiß man, dass Hyaluronsäure vom Körper selbst produziert wird. Zudem wird sie aus tierischem Ausgangsmaterial wie etwa Hahnenkämmen gewonnen, was allerdings allergische Reaktionen hervorrufen kann. Für Kosmetik verwendet man fast ausschließlich biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure etwa aus Streptokokken-Kulturen.

Was es kann: Jedes Gramm Hyaluronsäure kann in der Bindegewebsmatrix
etwa sechs Liter an Feuchtigkeit binden. Sie tritt in hohen Konzentrationen in
Bereichen auf, die gepolstert oder geschmiert werden müssen, wie zum Beispiel
Augen, Bindegewebe, Gelenke, Muskeln und Knorpel.

Wie es die Haut verschönert: Etwa 50 % der Hyaluronsäure des Körpers ist in unserem größten Organ zu finden. Sie liefert dem Kollagen, das für die Elastizität der Haut verantwortlich ist, wichtige Nährstoffe, hält es feucht und elastisch. Hyaluronsäure polstert auf und glättet so Fältchen und Linien. Leider nicht dauerhaft, denn ihr Anteil im Körper nimmt mit dem Alter konstant ab. Zudem hat sie eine geringe Halbwertszeit, die in der Haut bei etwa einem Tag liegt. Um das Feuchtigkeitsbindevermögen der Haut perfekt auszunutzen, empfehlen Experten, den Wirkstoff in einer Konzentration von etwa 0,5 % aufzutragen. Wie Botox kann Hyaluronsäure übrigens auch injiziert werden – und sorgt so bis zu einem halben Jahr für prallere Haut.

Wo es sonst noch zu finden ist: Nasensprays, Augentropfen, Nahrungsergänzung
und bei Arthrose kann es in die Gelenke gespritzt werden.

Foto: iStockphoto

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