23.02.2010 | KommentareKeine Kommentare

Drei Fakten zum Stand der Allergieforschung

Beschwerdefrei draußen sein: Künftige Therapien maches es vielleicht möglich.

  • Was war der größte wissenschaftliche Durchbruch in den letzten paar Jahren? Die sogenannte Grastablette gilt als die bedeutendste Entwicklung. Anstelle einer zwei bis drei Jahre dauernden Spritzenkur können Allergiker nun die Einnahme dieses Medikaments kurz vor der Heuschnupfensaison beginnen. Die Tablette macht gegen Gräserpollen unempfi ndlicher.
  • Hat der Klimawandel Einfluss auf Allergien? Ja, denn die Heuschnupfensaison weitet sich aus – fast auf das ganze Jahr. Die Winter werden insgesamt milder, und dadurch beginnen Bäume wie Haselnuss, Erle und Birke schon im Januar zu blühen. Brennessel- und Gräserpollen dagegen halten sich in Zukunft dann bis zum Oktober, eventuell sogar bis in den November. Auch der Vormarsch des bis in den Spätsommer blühenden Traubenkrauts (auch Ambrosia genannt, siehe links), einer aus den USA „eingewanderten“ Pflanze, lässt sich mit dem Klimawandel erklären: Es vermehrt sich besonders gut in warmer, CO2-haltiger Luft!
  • Werden Allergien in absehbarer Zeit gänzlich mit Medikamenten heilbar sein? Nein. Es wird noch lange gelten: Der beste Schutz ist die Meidung der allergieauslösenden Stoffe. Immerhin werden aber derzeit zahlreiche vielversprechende Impfungen gegen unterschiedliche Allergene getestet. Sie sollen deutlich weniger aufwendig sein als die bisherigen Desensibilisierungs-Prozeduren.
Foto: iStockphoto
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