02.02.2010 |
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Kopfläuse: So wird man die Plagegeister los
2007 hat das Berliner Robert-Koch-Institut zur richtigen Behandlung eine Empfehlung herausgegeben, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.
Am Tag der Diagnose behandelt man den Kopf sofort mit einem geeigneten Insektizid. Dabei sind alle Hinweise der Hersteller exakt einzuhalten. Eine Liste mit vom Umweltbundesamt zugelassenen und rezeptfreien Mitteln (chemische, aber auch rein physikalisch wirkende) findet man auf der Homepage des Robert-Koch- Instituts unter dem Stichwort Kopfläuse (www.rki.de). Bei Kindern bis zwölf Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten für anerkannte Läusemittel. Dafür brauchen die Eltern jedoch ein Rezept vom Arzt.- Weil bis zum 8. Tag noch Larven nachschlüpfen und ab dem 11. Tag junge Weibchen bereits neue Eier ablegen können, ist eine Wiederholungsbehandlung am Tag neun oder zehn nach der Diagnose erforderlich.
- Ergänzend wird ein nasses Auskämmen mit einem Nissenkamm an den Tagen eins, fünf, neun und dreizehn unbedingt empfohlen: Am besten vorher die Haare mit einer Pflegespülung oder mit Essigwasser für die bessere Kämmbarkeit behandeln.
- Zusätzlich sollten alle anderen Familienmitglieder gründlich auf Läuse untersucht werden.
- Putzorgien in der Wohnung dienen nach Expertenmeinung eher dem guten Gefühl als der Entlausung. Trotzdem sollte man Textilien (Mützen, Schals, Bettwäsche) und andere Gegenstände (Kämme, Bürsten, Kuscheltiere), die direkt mit dem Kopfhaar in Berührung kommen, bei 60 Grad waschen. Falls dies nicht möglich ist, kann man die Sachen in einer gut verschlossenen Plastiktüte mindestens drei Tage aufbewahren oder für einen Tag in die Tiefkühltruhe legen.
MEHR INFOS: Ein Faltblatt, in dem das Behandlungsschema ganz genau erklärt wird, kann man sich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellen oder downloaden (www.bzga.de).










