17.02.2010 | KommentareKeine Kommentare

Wie man Arzneien entsorgt

Seit Kurzem nehmen längst nicht mehr alle Apotheken abgelaufene Arzneimittel entgegen. Wie man Pillen, Tuben und Medizinflaschen trotzdem sicher entsorgt.

Früher brachte man alte Medikamente einfach zurück. Doch seit im vergangenen Sommer das von den Arzneimittelherstellern finanzierte bundesweite Rücknahmesystem aufgegeben wurde, geht das nicht mehr so einfach. Seit Anfang 2009 sind die Pharmafi rmen verpfl ichtet, die Rücknahme ihrer Verpackungen über das Duale System zu regeln – und haben ihr eigenes Verfahren aus Kostengründen abgeschafft. Der Verbraucher soll jetzt leere Blister oder Flaschen mit dem Verpackungsmüll entsorgen. Wer halb volle Packungen vorher ausleert, sollte dies aber nie in der Toilette tun (immerhin 15 Prozent der Bevölkerung machen das!). Man kann die Mittel beim Recyclinghof abgeben oder in der Apotheke nachfragen. Wirft man Altarzneien in den Hausmüll, so rät die Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände, sie sicher zu verpacken – also etwa in eine Zeitung wickeln, dann in eine Plastiktüte stecken und zuknoten. So wird es unwahrscheinlicher, dass die Präparate in die Hände etwa von Kindern oder Drogenabhängigen gelangen.

ILLUSTRATION: CLAUDIA COSTAS-LINZER FÜR HEALTHY LIVING
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